Die 70er sind zurück – und wie!
Schellackplatten, Schlaghosen, Lavalampen – und jetzt auch wieder die Frisuren. Die Siebzigerjahre gelten als goldenes Jahrzehnt der Haarmode: voluminös, fließend, natürlich. Kein Wunder, dass Designer, Stylisten und Influencer weltweit die Ästhetik dieser Ära neu entdecken. Doch wie trägt man 70er-Frisuren im Jahr 2025, ohne wie ein Kostüm auszusehen?
Die ikonischsten Frisuren der 70er – damals und heute
1. Der Feathercut (auch: Flügelhaar)
Das wohl bekannteste 70er-Symbol auf dem Kopf: langes, seitlich gescheiteltes Haar, das wie Flügel von der Mitte wegweht. Popularisiert von Schauspielern und Rock-Ikonen jener Zeit, erlebt der Feathercut gerade ein Revival – modernisiert durch feinere Stufen und einen weniger üppigen Volumenaufbau als das Original.
Tipp für heute: Weniger Haarspray als in den 70ern, mehr Bewegung – Texturspray und eine leichte Rundbürste reichen aus.
2. Farrah-Wellen (Blowout Waves)
Große, fließende Wellen, die vom Gesicht weg nach hinten gestylt werden – dieser Look steht für entspannten Glamour. Das Geheimnis liegt im Föhnen mit großer Rundbürste und viel Bewegung.
- Ideal für schulterlanges bis langes Haar
- Funktioniert bei feinem und mitteldickem Haar besonders gut
- Heute oft kombiniert mit einem modernen Mittelscheitel
3. Der natürliche Afro
In den 70ern war der Afro nicht nur eine Frisur, sondern ein politisches Statement – ein Symbol für Stolz auf die eigene Identität. Heute wird der natürliche Afro als Celebration of Natural Hair gefeiert und ist fester Bestandteil moderner Haarmode.
Pflege ist entscheidend: Feuchtigkeitspflege, regelmäßiges Deep Conditioning und ein Silk Bonnet über Nacht halten den Afro in Form.
4. Shag Haircut
Der Shag ist vielleicht die vielseitigste 70er-Frisur: viele Stufen, oft mit Pony, und bewusst „zerzaustes" Aussehen. Er passt zu fast jedem Haartyp und lässt sich je nach Länge sehr individuell gestalten – vom kurzen Micro-Shag bis zum langen Hippie-Shag.
5. Der Wolf Cut
Eine moderne Weiterentwicklung des Shag: Der Wolf Cut kombiniert die Stufenstruktur der 70er mit aktuellen Schnittechniken. Er sieht lässig-wild aus, hat aber klare Proportionen. Momentan einer der meistgesuchten Frisuren-Begriffe weltweit.
So gelingt die moderne Interpretation
- Weniger ist mehr: Die 70er liebten Volumen – heute wirkt ein moderater Ansatz eleganter
- Natürlichkeit bevorzugen: Statt steifem Haarspray lieber leichte Öle oder Textursprays
- Den richtigen Friseur suchen: Nicht jeder Schnitt eignet sich für jeden Haartyp – lass dich beraten
- Accessoires einsetzen: Haarreifen, Tücher und Metallic-Spangen sind typische 70er-Elemente, die heute perfekt funktionieren
Welche Haartypen profitieren von 70er-Stilen?
Besonders welliges und lockiges Haar kommt bei 70er-Frisuren zur Geltung, da die Decade natürliche Texturen feierte statt sie zu unterdrücken. Feines, glattes Haar profitiert vom Shag oder Feathercut, der Volumen und Bewegung erzeugt. Dickes Haar lässt sich mit einem Layered Shag wunderbar zähmen.
Die Schönheit der 70er-Frisuren liegt in ihrer Natürlichkeit und Bewegungsfreiheit. Sie fühlen sich lebendig an – genau das, was die Haarmode von heute anstrebt.